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Unser Zuhause

       Wappen Altenbach



Altenbach, im vorderen Odenwald gelegen, war bis 1972 eine selbständi- ge Gemeinde und ist seitdem Stadtteil von Schriesheim an der Bergstraße.

Altenbach liegt auf einer Höhe zwischen 240m und 482 m ü. NN und hat etwa 2000 Einwohner. Es umfasst drei Wohngebiete: Altenbach, Kohlhof und Röschbach.

Altenbach wurde erstmals 1401 urkundlich erwähnt. Die Entstehung des Orts ist wohl auf das Ende des 12. Jahrhunderts oder das 13. Jahrhundert anzusetzen. Die Besiedlung ging damals von Schriesheim aus. Der Ort war zunächst ein Lehen des Hochstifts Worms und gelangte bei einem Ge- bietstausch 1705 zur Kurpfalz. Ab 1726 wurde in Altenbach Schule gehalten. Ab 1803 gehörte die Ortschaft zu Baden. Nach einem starken Bevöl- kerungswachstum seit den 1960er Jahren, vor allem durch Zuzug von außen, hat sich die Bevölkerungszahl in den letzten Jahren stabilisiert, da keine neuen Baugrundstücke mehr ausgewiesen werden.

Altenbach verfügt über zwei Kirchen, eine Bäckerei und einen Lebensmittelladen, einen Frisör, einen Geschenke-/Blumenladen, zwei Banken sowie eine Grundschule und einen Kindergarten. Darüber hinaus gibt es ein reges Vereinsleben. Die Sportanlage "Auf der Kipp" beherbergt eine Fitness- und Freizeitanlage mit Tennis- Squash- und Badmintonplätzen, einen Fußballplatz, ein Schützenverein und ein Trainingsplatz des Motorsportclubs.

Naturraum und Siedlungsbild

Die Gemarkung von Altenbach besteht aus zwei schmalen voneinander getrennten Teilstücken. Der Hauptteil der Gemarkung umfasst das Gebiet des gleichnamigen Baches Altenbach, der sich in vier Arme aufteilt. Grenzen im Westen und Süden sind Wasserscheiden der einmündenden Nebenbächen Ursenbach und Rimbach. Im Norden reicht das

Gemarkungsgebiet bis an den Fuß der Steilhänge von Eichelberg und Wildeleutestein, im Osten bis unterhalb des Köhlerwaldes und des Röschbergs, auf einer kleinen Strecke dazwischen liegt um den Feuersteinbuckel die Grenze auf der Wasserscheide zwischen Kanzelbach und Steinach.
Das Dorf Altenbach hat sich beim Zusammenfluss der Seitenbäche im Westen der Hauptgemarkung entwickelt, der jüngere Teil des Ortes ist die AU die sich im Mitteldorf anschließt.

Das Dorf hat 1945 eine Verlängerung nach Osten erfahren, südlich des Röschbachs entstanden Siedlungshäuser. Inzwischen sind alle Höhenrücken von Bautätigkeit erfasst, das erste bevorzugte Eigenheimbaugebiet war der im Süden gelegene Kippacker.

Der Röschbacher Hof liegt in einem großen Trichter unterhalb des Köhlerwaldes, ein großes Landhaus, ein Altersheim und ein Hotel stellen die Ver- bindung zum Ort her.

Der Kohlhof auf einer kleinen Verflachung oberhalb des Röschbacher Hofes, besteht aus einigen locker gestreuten Häusern, und dem großen Komplex des Naturfreundehauses. Eine schöne Aussichtslage nach Westen über den Odenwaldrand und Rheinebene hinweg, an klaren Tagen bis in den Pfälzer Wald.

Entwicklung von Siedlung und Gemarkung

Die Zeit der Entwicklung und Besiedelung dürfte das 12. oder 13. Jahrhundert gewesen sein. Gründer des Ortes waren die Herren von Hirsch- berg-Strahlenberg, der Ort wird 1401 erstmals erwähnt, eindeutig ist Altenbach durch Rodung des Allmendwaldes der Bergstraßendörfer entstanden.

Gemarkung Röschbach hatte eine eigene Zuständigkeit, die 1850 aufgelöst wurde, die des Kohlhofs erst 1922. Altenbach hatte durch die Herrschaftsverhältnisse im Spätmittelalter Siedlungen, der Ringes und Hinterheubach im Steinachtal. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Siedlung Ringes aufgegeben, mit der bewohnten Par- zelle Hinterheubach im Jahre 1935 der Gemeinde Lampenhain zugewiesen.

Im Dreißigjährigen Krieg suchten die Truppen von Freund und Feind im Tal Zuflucht, Plünderungen, Hunger und Pest waren die Folge, so dass Altenbach beinahe ausgestorben war.

1913 wurde die Wasserversorgung eingerichtet, heute wird der Ort durch den Zweckverband Eichelberggruppe versorgt, die Versorgung von Elektrizität besteht seit 1924.

1912 wurde die neue Schule fertiggestellt, einst so der Volksmund, das schönste Haus im Tale. Nach dem Schulentwicklungsplan von 1966 sollte Wilhelmsfeld Nachbarschule für Altenbach werden, wegen heftigem Pro- test, vor allem der Eltern, entschied man sich für Schriesheim.

Die Bautätigkeit um die Jahrhundertwende hat den Ortskern verdichtet und erweitert. Der Aufschwung von 1948 hat Altenbach im besonderen Masse erfasst, liegt der Ort doch verhältnismäßig nahe bei Mannheim und Heidelberg, in einem bevorzugtem Wohngebiet.

  Altenbach im Odenwald

Die Weltkriege forderten auch in Altenbach ihren Tribut, so hatte der Ort 57 Gefallene zu beklagen. Zu ihrem Gedenken errichtete die Gemeinde ein würdiges Denkmal inmitten des Ortes beim Schulhaus. Mittlerweile befindet sich die Gedenkstätte beim 1869 gebauten Friedhof.

Altenbach entwickelte sich um die Jahrhundertwende vom Holzfäller- und Köhlerdorf zu einem ausgesprochenen Bauern- und Bauhandwerkerort. Stein - und Bildhauer formten aus Sandstein, die aus den zur Gemeinde gehörenden Steinbrüchen gewonnen wurden, Fenster und Türgewänder, die sie mit Pferdefuhrwerken in die aufstrebenden Städte Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen fuhren. Gipser, Maurer und Zimmerer gelangten zu Fuß oder später mit dem Fahrrad in die nahe gelegenen Städte.

Nach Ende des Krieges wuchs die Bevölkerung in kurzer Zeit um mehr als das Doppelte. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit der Neubürger und vielen Entbehrungen fand jeder seinen Platz.

Die fünfziger und sechziger Jahre waren für den Ort entscheidende Jahre. Vom Bauerndorf wurde Altenbach zur Wohngemeinde. Kleine Hand- werksfirmem, Geschäfte und eine Wäscherei siedelten sich an.

Auch die Vereine wuchsen und profitierten von den Bedürfnissen der Menschen, die sich nach den entbehrungsreichen Kriegs- und Nachkriegszeiten wieder nach gemeinsamer Geselligkeit und Vergnügen sehnten.

  Altenbach im Odenwald

Auch die Vereine wuchsen und profitierten von den Bedürfnissen der Menschen, die sich nach den entbehrungsreichen Kriegs- und Nachkriegszeiten wieder nach gemeinsamer Geselligkeit und Vergnügen sehnten.

  Altenbach im Odenwald

Kirchen: Seit 1867 gehörte die Ev. Kirchengemeinde zur Pfarrei Wilhelmsfeld. Altenbach war aber eigene Filialgemeinde, heute bildet Altenbach mit Schriesheim zusammen die Ev. Kirchengemeinde Schriesheim- Altenbach. Im Jahre 1897 erstand eine neugotische Kirche. Der Kapellenbau wurde 1963/64 durch eine Vorhalle und einen Turm erweitert und modernisiert. Nach Abriss des alten Rathauses, entstand an dieser Stelle, das heutige Ev. Gemeindehaus.

Im Zuge der Ortsverschönerung - Umgestaltung der Ortsmitte, Teil 1 die Neugestaltung des Schulhofes ist erfolgt, liegen in diesem Jahr die Pläne vor für die Neugestaltung der Ev. Kirche mit Vorplatz und Eingang.

Die Kath. Kirchengemeinde St. Michael wurde 1921 von Heiligkreuz- steinach der Pfarrei Schriesheim zugeteilt, im Jahre 1960 der Pfarrkuratie Wilhelmsfeld angegliedert, seit 1973 wiederum eine Pfarrgemeinde mit

Marie Himmelfahrt Schriesheim, in der neugegründeten Seelsorgeeinheit Dossenheim Schriesheim-Altenbach. Die Kirche von 1897/98 ein Kapellenbau mit Dachreiter wurde 1961 abgebrochen um der neuen Kirche St. Michael Platz zu machen. Stein und Holz, Beton und Glas, verdichten sich zu einer harmonischen und architektonischen Bauweise.

Eingemeindung zur Stadt Schriesheim 1972

Bürgerentscheidung für Schriesheim

Der Einigungsvertrag hatte festgelegt, in den ersten fünf Jahren zwei Drit- tel der Landesfinanzmittel für die Infrastruktur in Altenbach zu verwen- den. Zu den Projekten gehörte der Bau der Mehrzweckhalle, ein Kindergarten, ein Feuerwehrgerätehaus, ein Festplatz, das Sport-und Erholungszentrum Kipp sowie ein moderner Abwasserkanal. Die Erschließung neuer Baugebiete gestaltete sich schwierig, wurde aber dennoch zu einem guten Ende gebracht. Die Mehrzweckhalle steht heute im Mittelpunkt bei kulturellen und sportlichen Ereignissen in Altenbach.

Ein besonderer Höhepunkt im Jahr 2001: 600 Jahre Altenbach

Die Feierlichkeiten begannen im Januar mit einem Ökumenischen Gottesdienst und die Vereine stellten sich ganz auf das Motto 600 Jahre Altenbach ein. Die Grundschule veranstaltete unter diesem Motto ihr Schulfest. Höhepunkt des Jubiläumsjahres waren jedoch die dreitägigen Feiern im Juni, die mit einem Festbankett eingeläutet wurden. Kein Platz war mehr in der Mehrzweckhalle zu finden, ob jung ob alt, jeder wollte dabei sein. Der Altenbacher Abend , gestaltet von den Vereinen, war der erste Höhepunkt. Samstag und Sonntag begann das eigentliche Fest. Mittelalterlich gestaltet, wurden alle Register gezogen, beide Kirchenvereine und alle Vereine waren mit Ständen und Aufführungen beteiligt. Ob Küfer, Schmiede, Korbflechter, Steinmetz, Minnesänger und historische Trachten, unmöglich alles aufzuzählen, waren zu sehen. Den Abschluss bildete ein imposantes Feuerwerk über Altenbach. Die Veranstaltung wird in die Geschichte Altenbachs eingehen und dokumentiert darüber hinaus das Leben in unserem Ort.

 Konzert 600 Jahre Altenbach

Vereine in Altenbach

Neben der Abteilung Freiwillige Feuerwehr, den sporttreibenden Vereinen TSG 1898, dem Turnverein 1972, dem Sportschützenverein, dem Motorsportclub und die kirchlichen Vereine: Ev. Kirchenchor Concordia , und Kath. Kirchenchor St. Michael , sind es aber doch die Sänger des
MGV Liederkranz, die in einer 150-jährigen Tätigkeit wertvolle Kulturarbeit geleistet und große Erfolge für sich und den Stadtteil errungen haben.

Trotz der Errungenschaften und Medienlandschaften unserer schnelllebigen Zeit, funktionieren die Vereine noch, aber der Wind bläst kräftig ins Gesicht, mögen doch junge Menschen sich zu Vereinen bekennen und Mut aufbringen, Ehrenämter anzunehmen.

Möge das 150-jährige Bestehen des MGV Liederkranz ein erneuter Beweis dafür sein, dass die Einwohnerschaft auch künftig erfolgreich, und auf diesem Wege weiterschreitet.